Schulalltag im Dogonland: keine Möbel, Bücher und Lernmaterialien.
aktualisiert: 12. Februar 2014
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Prinzipien unserer Arbeit

Dogon-Schulen e.V. wurde 2004 mit dem Ziel gegründet, allen Dogon-Mädchen und -Jungen zu einem erfolgreichen Schulbesuch zu verhelfen - unter den bestmöglichen Lernbedingungen: mit ausreichend Lehrbüchern, Schulheften und einem eigenen geräumigen Arbeitsplatz. Seit 2012 verfolgen wir dieses Ziel auch in den ländlichen Regionen Ruandas.

WAS WIR KÖNNEN, KÖNNEN WIR SO GUT, WEIL WIR SO KLEIN SIND! 

Dogon-Schulen e.V. ist eine sehr kleine Hilfsorganisation - und genau deshalb kann jedes Projekt äußerst effektiv, transparent und prinzipientreu realisiert werden:

Vorsicht und Augenmaß. Jedes Hilfsprojekt wird in der Planung "auf Herz und Nieren geprüft": Bevor wir z. B. einen Schulneubau beginnen, besuchen wir die Projektdörfer mehrmals unangekündigt - nötigenfalls über einen Zeitraum von 2 - 3 Jahren. Erst wenn wir uns mit eigenen Augen von der Sinnhaftigkeit einer Maßnahme überzeugen konnten, fließen die Spendengelder - dann aber zügig und zielorientiert!

Echte Kooperation. Jedes Projekt - ob Schulbau oder die Versorgung mit Mobiliar und Lehrbüchern - wird in enger Abstimmung mit Lehrern, Schuleltern, Dorfältesten und Bürgermeistern geplant und realisiert. Die Dorfgemeinschaften sind mit erheblicher Eigenleistung an der Umsetzung beteiligt: mit dem selbstständigen Transport der Schulmöbel in die Dörfer oder mit der Gewinnung des Baumaterials (Steinbrucharbeiten).

Finanzielle Transparenz. Alle Projekte sind so überschaubar und konkret, dass die Verwendung selbst der geringsten Einzelspende nachvollziehbar bleibt.

Minimaler Verwaltungs- und Werbeaufwand. Deutlich weniger als 10 % des Spendeneinkommens werden für Verwaltung und Spendenwerbung ausgegeben. Entsprechend werden weit über 90 % unmittelbar für die Projektarbeit im Dogonland eingesetzt. Genaue Zahlen unter Bilanzen & Projekte.

Minimaler Personalaufwand. Alle Vereinsmitglieder arbeiten ehrenamtlich. Niemand erhält laufende Tätigkeitsvergütungen. Unser Mitarbeiter im Dogonland, Housseini Guindo, erhält für die Anbahnung, Kontrolle, Dokumentation und Evaluation konkreter Projekte eine Aufwandsentschädigung von maximal 1.000 Euro pro Jahr.

Kulturelle Kompetenz. Der Projektverantwortliche von Dogon-Schulen e.V., Hauke Nagel, ist mit der Dogon-Kultur zutiefst vertraut und hat sich im Dogonland über Jahre hinweg höchstes Ansehen erworben. Darauf gründet sich für beide Seiten - für die Dogon wie für unseren Verein - die menschliche Verpflichtung, das bestmögliche Projekt mit dem optimalen Nutzen gemeinschaftlich zu verwirklichen.

 

Hauke Nagel mit der Dorfgemeinschaft in Samani bei der Planung eines neuen Schulgebäudes.
Schülerinnen von Berelou bedanken sich für neue Lehrbücher mit dem traditionellen Tanz der Mädchen.