Die schulz aktiv-Projekte
Im Januar 2009 haben Dogon-Schulen e.V. und www.schulz-aktiv-reisen.de − ein Dresdner Spezialveranstalter von Abenteuer- und Erlebnisreisen − eine karitative Zusammenarbeit begründet. Die Idee, anspruchsvollen Tourismus und humanitäres Engagement zu verbinden, wird mit den „schulz aktiv-Projekten“ verwirklicht: einer transparenten Patenschaft für zwei Dorfschulen im Dogonland, deren Entwicklung von den schulz aktiv-Freunden langfristig begleitet und gefördert werden kann.
schulz aktiv-Projekt »Schule Indelou«
Die Dorfschule von Indelou umfasst drei Klassenräume für jeweils etwa 30 Kinder im Alter zwischen sieben und 14 Jahren. Wie so oft wurde bei der Fertigstellung der Schule keine Innenausstattung zur Verfügung gestellt. Dogon-Schulen e.V. hat, nachdem in Indelou fast zwei Jahre ohne Mobiliar und Lehrbücher unterrichtet wurde, im Oktober 2007 die komplette Einrichtung der Schule übernommen; Lehrbücher für Französisch und Mathematik wurden auch bereitgestellt.
Die Schule wurde bis 2008 als 'école communautaire' geführt, als Dorfschule, deren Unterhalt die Dorfgemeinschaft allein zu leisten hat. Auch die drei Lehrer-Gehälter müssen weitgehend aus der Dorfkasse bezahlt werden. Über einen Antrag auf Übernahme in den staatlichen Bildungsplan als 'école publique' wird im Laufe dieses Jahres entschieden - doch auch dann bessert sich die Versorgungssituation der Schule nur geringfügig. Unabhängig von dieser Entscheidung benötigt diese Schule fortwährend didaktisches Verbrauchsmaterial, wie Hefte, Stifte und Tafelkreide. Darüber hinaus ist die Anschaffung von drei verschließbaren Klassenschränken zur Aufbewahrung der Bücher notwendig. Auch ein oder zwei Klassensätze von kleinen Schiefertafeln für den Erstschreibunterricht werden benötigt.
schulz aktiv-Projekt »Schule Doundjourou«
Seit 2001 findet in Doundjourou Unterricht für die Klassenstufen 1 bis 5/6 statt. Der malische Bildungsplan hat Doundjourou nicht als Schulstandort ausgewiesen, da die Schüler - theoretisch - die Nachbarschulen in Yabatalou oder Begnemato besuchen können. Diese Schulen weigern sich jedoch wegen Überfüllung, externe Schulkinder aufzunehmen. Daher beschloss 2001 die Dorfgemeinschaft von Doundjourou, die Ausbildung der Kinder selbst in die Hand zu nehmen und errichtete ein Schul-Provisorium aus Lehm und Hirse-Stroh, in dem fortan mit zwei Lehrkräften - unter widrigsten Bedingungen - unterrichtet wurde. Die Lehrer-Gehälter konnte die Dorfgemeinschaft oft nur in Naturalien bezahlen.
2008 wurde dann auf Initiative von Dogon-Schulen e.V. ein Schulgebäude mit zwei Klassen und zwei Latrinen für etwa 60 Schülerinnen und Schüler erbaut; die komplette Inneneinrichtung sowie Lehrbücher und zwei Klassenschränke ergänzten das Projekt. Die wichtigste Unterstützung für die Dorfschule besteht in Zukunft aus didaktischem Verbrauchsmaterial (Hefte, Kreide, Schiefertafeln) und einer Brunnenbohrung in Schulnähe. Außerdem haben die Dorfältesten um die dauerhafte Finanzierung zumindest eines Lehrer-Gehaltes in Höhe von 50 € pro Monat gebeten, damit die Dorfkasse entlastet wird.
Detaillierte Auskünfte (inkl. Fotos) zu den schulz aktiv-Projekten auf Anfrage unter: dogonschulen (at) yahoo (dot) de


